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Workshop-Energizer

3 Energizer zum Aktivieren, Kreativ-werden und Teambuilding.

Lesezeit: etwa 10 Minuten

Energizer für Workshop-Ergebnisse

Energizer – leider eines der Worte, die kaum sinnvoll übersetzt werden können – können im Workshop mehrere Funktionen erfüllen:

Aktivieren

Stühle rücken

Der Workshop beginnt, alle haben sich gemütlich eingerichtet und lehnen sich zurück. Höchste Zeit, die Teilnehmer:innen zubitten, gleich zu Beginn die Stuhlordnung zu verändern: vom Kreis in Gruppen, von Reihen in Kreise, etc. Idealerweise werden die Stühle ohnehin nicht ständig gebraucht!

Zählen

Auch aus dem Improtheater kommt diese Übung: die Teilnehmer:innen werden gebeten, die Augen zu schließen und laut bis 21 zu zählen. Hier kommt es darauf an, auf die Gruppe zu hören und die Sinne zu öffnen. Manchmal entstehen Pausen, manchmal geht es ganz schnell. Aber immer wird dabei gelacht, und Lachen erzeugt bekanntlich Energie.

1-2-3-4-5-6-7-8

Eine Übung für Mutige: hier werden Hände und Füße buchstäblich ausgeschüttelt. Die Gruppe stellt sich im Kreis auf und zählt gemeinsam von 1 bis 8, während nacheinander zuerst die rechte, dann die linke Hand, danach der rechte und linke Fuß geschüttelt werden. In der nächsten Runde wird nur noch bis 7 gezählt, und so weiter.
Link: https://improwiki.com/de/wiki/improtheater/1-2-3-4-5-6-7-8

Bonus: Workshop-Bingo

Dieser Energizer funktioniert über die Dauer des gesamten Workshops. Die Teilnehmer:innen erhalten Bingo-Zettel -- oder zeichnen diese zu Beginn selbst – mit einem 5x5er-Raster, in das sie 24 Worte schreiben, die ihrer Meinung nach typisch für den Inhalt oder Workshops ansich sind. Die Mitte bleibt klassischerweise frei. Gewonnen hat, wer im Verlaufe des Workshops zuerst eine horizontale, vertikale, oder diagonale Linie ziehen kann.

Download: Workshop-Bingo Templates

Großer Vorteil des Energizers ist es, dass die Aufmerksamkeit der Teilnehmer:innen dadurch beinahe automatisch geschärft wird :-)

Kreativität herauskitzeln

Die Apfel-Challenge

Jede:r Teilnehmer:in (einzeln, kann aber auch gut in kleinen Teams funktionieren) werden gebeten, ein A4-Blatt in 10 Kästchen zu unterteilen. Hürde Nr. 1 ist schon einmal genommen! Dann wird gemalt: und zwar einen Apfel (ein Baum, ein Stuhl, eine Tasse), auf 10 verschiedene Arten und Weisen. Alles ist erlaubt: von Apfelbaum bis Apfelpüree. Wenn alle fertig sind, wird das Blatt gewendet: und 10 weitere, andere Varianten gezeichnet. Spätestens jetzt denkt keiner der Teilnehmer:innen mehr an den beruflichen Alltag (es sei denn, es handelt sich um ein Unternehmen, das zufällig Äpfel produziert) und kann die nächsten Inhalte des Workshops aus einer frischen Perspektive aufnehmen.

Link: https://toolbox.hyperisland.com/apple-drawing-ideation-exercise

Watchamadrawit

Kinderspiele sind die beste Quelle für Workshop-Energizer! Ein Beispiel ist Watchamadrawit von Uncommongoods. Das Spiel wird etwas abgewandelt, funktioniert jedoch wie das ursprüngliche Spiel. Die Teilnehmer:innen zeichnen einzeln oder in kleinen Gruppen innerhalb von 1 Minute allerlei illustre Dinge:

Link: https://www.uncommongoods.com/product/whatchamadrawit

Lego-Menschen

Hierfür wird etwas Material benötigt: und zwar möglichst viele Bauteile für Lego-Weibchen (bzw. -Männchen). Die Teilnehmer:innen werden gebeten, sich selbst oder einer Nachbarin/einemNachbarn damit zu bauen.

Team-Building

Team-Identität

Hierfür braucht es kein Material, sondern die Kreativität und etwas Eifer von den Teilnehmenden. Wenn Teams gebildet wurden, ist es die allererste Aufgabe, eine Team-Identität zu erschaffen:

Im Verlaufe des Workshops lässt sich die Team-Identität noch professionalisieren: etwa durch Team-Aufkleber oder ein schnell visualisiertes Logo.

Spaghetti-Turm

Der Spaghetti-Turm ist die klassischste aller Workshop-Energizer, bekannt als Marshmallow-Challenge aus dem TED-Talk von Tom Wujec (https://www.tomwujec.com/marshmallowchallenge). Das Ziel ist es, den höchsten Turm mit den gegebenen Materialien zu bauen, der von allein steht - in 10 Minuten.

Jede Gruppe erhält:

Der Marshmallow darf nicht geteilt werden und muss am Ende auf dem – dann freistehenden – Turm liegen.

Soziometrische Aufstellungen

Klingt kompliziert, ist es aber in der Praxis nicht. Vorbereitet werden eine Handvoll Impulsfragen, zu deren Beantwortung sich die Teilnehmer:innen im Raum gruppieren. Beispiel: woher kommen Sie? Die Teilnehmer:innen gruppieren sich nach Herkunftsländern, Geburtsorten, oder Himmelsrichtungen -- egal, wie die Lösung ist, sie werden vor allem reden müssen!
Andere Impulse können sein:

Material & Quellen

Foto: eigenes Bild

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