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Personas & Proto-Personas entwickeln

Beschreibung der Methode Personas & Proto-Personas

Lesezeit: etwa 5 Minuten

Was sind Personas?

Der Begriff der Persona ist weitverbreitet. Der ursprüngliche Begriff entstammt dem Lateinischen und bezeichnete eine Maske im Theater, später wurde daraus die Bedeutung Charakter, im Sinne der unterschiedlichen Charaktere, die ein und dieselbe Person einnehmen können.

Im digitalen Raum bezeichnen Personas eine einfache und verbreitete Methode, Zielgruppen zu visualisieren: eine fiktive Person wird stellvertretend für ein breiteres Segment genutzt, um konkrete Anforderungen und Bedürfnisse herauszuarbeiten. Häufig wird hervorgehoben, dass Personas im Vergleich zu rein demografischen Daten psychosoziale Motivationen und Einstellungen umfassen und damit eine relevantere Grundlage für die Entwicklung von Produkten.

Eine Persona ist damit ein Stellvertreter-Profil, das unterschiedlich ausführlich sein kann. Dies kann extrem reduziert sein – etwa das Bild und ein Zitat einer Person – bis hin zu datengestützten, ausführlichen Profilen. Entscheidend ist jedoch keinesfalls die Ausführlichkeit. Die "Magie" der Persona liegt darin, sich als Ersteller in die Person hineinzuversetzen, in ihre Schuhe zu steigen und die Welt aus deren Perspektive zu betrachten.

Aus dem Design Thinking kommt der Ansatz, prototypische Personas, kurz: Proto-Personas, zu entwickeln, die extrem reduziert sind, und im Zweifel ohne weitere Hilfsmittel erstellt werden können.

Wofür & wann sinnvoll?

Wenn ein konkretes und aussagekräftiges Profil der eigenen Zielgruppe fehlt:

Personas werden in Projekten idealerweise von Beginn an eingesetzt, und wie ein Kompass immer wieder hervorgeholt.

Verwendung im Arbeitsalltag

Im Arbeitsalltag sind Proto-Personas ein wertvolles Werkzeug, um Entscheidungen zu priorisieren. Das funktioniert ganz konkret: Welche Themen würden die Persona im Newsletter interessieren? Welche Vorbehalte hätte eine Persona gegenüber einem bestimmten Service? Und aus welchen Gründen würde sie die Website aufrufen – und um was zu tun?
Die Arbeit mit Personas ist ansich nicht kompliziert, doch zu Beginn wahrscheinlich ungewohnt. Hierbei ist es vor allem hilfreich, die entwickelten Profile auch mit Humor zu nehmen -- und vor allem nicht in Stein gemeißelt. So kann eine schnelle Proto-Persona auf Papier gekritzelt in Diskussionen helfen, unterschiedliche Sichtweisen auf die Zielgruppe greifbar zu machen.

Verwandte & weiterführende Methoden

Material & Quellen

Zum Download: unser Template für Proto-Personas

Zur Übersicht ist der Wikipedia Artikel zu empfehlen
Einige Beispiele findet man im OpenDesignKit

Foto: Photo by Roman Kraft on Unsplash

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