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Methoden zum Vorlesungsbeginn (neue Reihe: Workshops@Edu)

Workshops@Edu: Methoden, um den Mehrwert einer Vorlesung gemeinsam zu definieren.

Workshops für eine bessere (Bildungs-)Welt

Klassische Lehrveranstaltungen versprechen ziemlich genau das Gegenteil von Workshops: Frontal, Expertentümelei, und häufig Präsentationsschlacht statt echtem Einbeziehen und Engagieren. Im Sinne von Workshops für eine bessere (Bildungs-)Welt werden wir künftig unter Workshops@Edu unsere Erfahrungen mit Workshopmethoden in der Bildung & Weiterbildung teilen: hier, im Podcast und auf Instagram.

Für den Start eine Methode - für den Start ins neue Semester. Die Herausforderung: Studierende, die sich nach der Arbeit (Studium neben dem Beruf) in die jeweils 3stündige Vorlesung quälen, keine Anwesenheitspflicht (Gottseidank!), und Studenten, die ohnehin selbst über jede Menge Erfahrung & Wissen verfügen.

Fragen, die sich gerade zum Vorlesungsstart stellen:

Um den Mehrwert der Veranstaltung gemeinsam einzugrenzen, kann TRIZ aus Liberating Structures ganz enorm helfen:

„Wie können wir den Mehrwert der Präsenzvorlesung als Studierende und Dozenten möglichst gering halten?“

Der erste Schritt von TRIZ ist häufig ein Katalysator für Frust und unausgesprochene Probleme. Die Studierenden werden eingeladen, im 1-2-4-all-Modus zu arbeiten:

Im Anschluss werden die Gruppen gebeten, ihre Ergebnisse zu teilen. Und zwar selbstverständlich nicht alle alles, sondern ergänzen, was fehlt. Die Dozenten dürfen selbstverständlich auch gern ihre wichtigsten Themen teilen.

Der zweite Schritt in TRIZ kommt meist mit Aha-Momenten daher:

„Was aus dieser Liste tun wir bereits heute?”

Diesen Schritt kann man entweder im selben Modus wie oben (1-2-4-all) machen, oder variieren, da das Thema eher persönlich ist: 1-2 und einige wenige Stimmen.

Im letzten Schritt wird es konkret für die laufende Vorlesung:

„Was können wir ganz konkret in dieser Vorlesung tun, damit Mehrwert geschaffen werden kann?"

Hier kann der Modus wieder klassisch sein: 1-2-4-all, mit der Bitte um Reduktion auf die 3 wichtigsten Dinge.

Für Dozenten sind diese Inhalte sehr wertvoll: wertschätzende Öffnung des Feedback-Kanals, klare Punkte statt netter Allgemeinplätze, und vor allem ein ausgezeichneter Einstieg in interaktive Arbeit statt Frontalpräsentation.

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