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Feedback-Methoden für Workshops

Wie Feedback in Workshops sinnvoll eingebaut werden kann und alle Teilnehmer:innen einschließt

Lesezeit: etwa 10 Minuten

Eines der wertvollsten Dinge am Workshop-Format ist es, unterschiedliche Sichtweisen auf ein Thema zu lenken. Die Dynamik, die dabei meistens entsteht, ist die beste Währung für kollaborative Formate. Doch egal, wie gut ein Workshop gelaufen ist, der nächste kann und muss besser werden, indem er darauf aufbaut. Diese Feedback-Methoden helfen dabei, gemeinsam zu lernen.

Arten von Feedback

Feedback geben und Feedback annehmen sind einfacher gesagt als getan. Hierzu gibt es jede Menge Literatur und Material. In der Kommunikation kann man (mindestens) 3 verschiedene Arten von Feedback unterscheiden:

Im Workshop-Feedback geht es vorrangig um Evaluation, wenngleich es hilfreich ist, Feedback der Teilnehmer:innen entsprechend einzuordnen.

Feedback-Methoden

Je nach Gruppen-Zusammensetzung kann man entscheiden, ob Feedback zunächst oder ausschließlich schriftlich z.B. auf Klebezetteln gesammelt wird, oder ob die Teilnehmer:innen dieses offen miteinander teilen. Nicht allen Teilnehmer:innen fällt es leicht, Feedback zu geben. Sie kennen Ihre Teilnehmer:innen am Besten, wählen Sie ein Format, das sowohl Introvertierte als auch extravertierte Teilnehmende zu Wort kommen lässt.

Wichtig ist, das Feedback zu notieren und zu sortieren. So wird das Feedback automatisch gewertschätzt, und ganz pragmatisch gesehen fällt es in Workshops so leichter, Wiederholungen zu vermeiden.

Like/Wish/Wonder: ich mochte, ich wünschte, ich frage mich, ...

Meine häufigste Feedback-Methode, die auf subtilere Art und Weise fragt, was gut und was schlecht war, ohne defizit-orientiertes Denken zu verstärken. Gerade weil die Frage aus Sicht der Teilnehmer:innen formuliert wird, lädt sie ein, kritisch und ausgewogen zu reflektieren.

Feedbackmethode Like Wish Wonder

"Nur eine Sache"

Steve Jobs machte "just one more thing" legendär. Im Fall von Feedback ist "nur eine Sache" ein hilfreicher Rahmen, um den Wert von Workshops greifbar zu machen. Diese Feedback-Methode setzt eine offene, wertschätzende Atmosphäre in der Gruppe voraus. Die Frage zur Moderation lautet: Angenommen, der Workshop hätte heute nicht stattgefunden, was würden die Teilnehmer:innen vermissen?

Eine alternative Frage orientiert sich am sprichwörtlich gewordenen Elevator-Pitch: Was würden die Teilnehmer:innen über den Workshop in 30 Fahrstuhl-Sekunden sagen?

Realitätscheck: der nächste Arbeitstag

Gerade wenn im Workshop viele Methoden neu kennen gelernt werden, hilft es, den anstrengenden Workshop-Tag mit einem Verweis auf den nächsten Arbeitstag abzurunden. Die Frage zur Moderation könnte lauten: Was aus dem Workshop, also welche Methode, welche Information, kann ich gleich morgen früh, wenn ich wieder im Büro sitze, nutzen?

Die Moderator:innen haben hier vor allem auch die Möglichkeit, konkrete Vorschläge zu machen, die helfen, einen Bezug zwischen Workshop und Arbeitsalltag herzustellen.

Erwartungs-Checklist: Vorher/Nachher Vergleich

Gerade bei längeren Workshops mit neuen Gruppen lohnt es sich, VOR dem Workshop abzufragen, welche Erwartungen bei den Teilnehmer:innen bestehen. Diese können beispielsweise auf einem entsprechenden Flipchart gesammelt werden, oder die Teilnehmer:innen schreiben diese selbst auf Klebezettel.
Um die Erwartungen zu moderieren, stelle ich häufig eine der folgenden Fragen:

Nach dem Workshop ist es meistens sehr erhellend, die Antworten der Teilnehmer:innen noch einmal zu rekapitulieren und gemeinsam einzuschätzen, inwieweit die Erwartungen erfüllt worden sind.

Nach dem Workshop ist vor dem Workshop: Befragung nach dem Workshop

Gerade wenn der Kontext so groß ist, z. B. wie die Digitalisierung Ihres Unternehmens, empfehlen wir, das Momentum aus dem Workshop klug zu nutzen. Eine Methode ist es, die Teilnehmer:innen in regelmäßigen Abständen an die Inhalte zu erinnern und deren Feedback zu nutzen:

Material & Quellen

Vortrag zum Thema Feedback & Introversion von Anja Kässner

Foto: eigenes Bild

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